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Der Weg zum Ruhm – FAME – Musiktheater 2019

 

19.00 Uhr: Einlass

Kaum betreten die ersten Zuschauer die Aula, da geht es auf der Bühne auch schon los. Während wir Zettel reißen und den Zuschauern auf ihre Plätze helfen, spielen die Schauspieler bereits. Aber nicht gewöhnlich, sondern authentisch in 80er Jahre Outfits, das müssen sie auch, denn das Musical „Fame“ spielt in den Achtzigern in Amerika. Wie in echt, stehen die Schüler und Schülerinnen nun in der Schlange und absolvieren ihren „Auftritt“ beim Casting. Dieses Casting findet für die Aufnahme auf die „Highschool of Performing Arts“ statt, da wo natürlich alle hinwollen. In Gruppen oder alleine performen die Bewerber, also die Schüler und Schülerinnen der 9. bis 12. Klassen, vor einer Jury. Das wirkt mal mehr, mal weniger talentiert und vieles ist ziemlich lustig anzuschauen, denn von der Mundflöte bis zu einer Boygroup ist alles dabei. Ich sehe, dass das Publikum heute Abend gut drauf ist und freu mich auf das Stück.

19.31 Uhr: Technik

Kaum sitzen die Letzten auf ihren Plätzen, dimmen wir das Licht. It’s showtime! Die angenommenen Bewerber des Castings kommen in der Highschool an. Bis dahin verrichteten sie zwar noch keine harte Arbeit, naja, trotzdem singen die Neuankömmlinge „Hard Work“. Die Choreographie ist wirklich imposant, erster Song im Kasten und wir sind alle froh, dass keiner der über 50 Personen des kleinen Chors in den Bandgraben gefallen ist. Die drei Lehrer der Akademie, Ms. Bell, Ms Sherman, Mr. Myers, Mr Sheinkopf werden nun vorgestellt. Doch man verweilt nicht lange auf den Lehrern, sondern geht über zur Vorstellung der Hauptcharaktere unter den werdenden Stars. Als erstes die hübsche Französin Iris, die zu den anderen dazu stößt. In ihrer Gruppe befinden sich außerdem Tyron, ein selbstbewusster Streetdancer und die leicht hemdsärmelige Mabel.

19.44 Uhr: Reihe M, Platz 1

Jetzt kenn ich wohl alle, die Band bestehend aus der aufgedrehten Grace, dem irgendwie Badboy Goodman und dem Stargeiger und Vaterebenbild Schlomo, aber auch das Fangirl Serena und ihr Angehimmelter Nick. Jenen trifft sie unerwartet und erkennt ihren Schwarm als den aus dem „Erdnussbutterspot“. Nein, ich habe mich nicht verhört, er ist so semiberühmt, weil er schon „Schauspielererfahrung“ gesammelt hat. Aber kurz darauf erfahre ich, dass er mehr machen möchte, als sowas: He „wanna make magic“! Ich bin echt begeistert von dem schönen Solotanz von Emilie Schlichting, die diesen Song fesselnd unterstützt.

19.50 Uhr: Reihe C, Platz 6

Mein Lieblingcharakter ist wahrscheinlich Joe, ein kleiner Spinner, der wirklich nicht schüchtern ist, dafür aber umso mehr verknallt in Carmen, die wiederum nicht in ihn und zudem ist sie ziemlich heißblütig. Da bahnt sich ja schön viel an, ich bin sehr gespannt.

20.02 Uhr: Reihe D, Platz 3

Oh Mann, der Song „Can’t keep it down“ ist Gott sei Dank auf Englisch und so stellt mir meine kleine Tochter neben mir keine unangenehmen Fragen, was am Morgen bei einem Mann denn so hart ist und Ähnliches. Aber herrlich witzig ist er dennoch und wirklich mutig inszeniert.

20.10 Uhr: hinter der Bühne, Chor

Und schnell die zweiseitigen Wände, vom „Spiegel“ zum schwarzen Hintergrund umstellen, damit Tyrons Rap losgehen kann. Während er auf der Bühne mit Iris diskutiert, ob Schwarze Ballett tanzen können und es aber eigentlich um seine ganze Rebellion gegen die Schule geht, freuen wir uns schon auf unser zweites Lied und damit Titelsong des Stücks, „Fame“. Einige kichern und mir ist klar, dass soeben die Kussszene zwischen den beiden auf der Bühne stattgefunden hat, der ihren Zwist endlich beendet. Jetzt kommt unser Auftritt!

20.11 Uhr: Stehplatz (bessere Sicht)

Ich bin sehr beeindruckt von Carmens (Sina Hübners) Stimme und vor allem der tollen Choreo. Da kann sich Herr Albert, der Leiter der ganzen Musical-AG, aber glücklich schätzen, dass die Choreographien so gut und energiegeladen herübergebracht werden!

20.23 Uhr: Reihe H, Platz 4

Serena und Nick sind wieder da, sie spielen irgendwas Klassisches. Serena scheint aber sehr schnell gelangweilt, kein Wunder. Ich verstehe kein Wort von dem, was die da reden, ziemlich geschwollene Sprache… Serena will ein Liebespaar spielen und keine Mutter-Sohn-Handlung, verständlich, sie würden ein schönes Paar abgeben. Mir gefallen die beiden auf der Bühne. Oh, aber jetzt bahnt sich ein Streit an, sie hat ein Poster von Nick in seinem Erdnussbutterspot in ihrem Rucksack. Was ein Hammer Bild, natürlich sorgt das für einen großen Lacher im Saal. Aber peinlich für Serena! Trotzdem nicht ganz verständlich, warum Nick so ausrastet… Jetzt singt sie das auch, wenn ich Nick wäre, würde ich mich mal beruhigen und auf sie zugehen…

20.32 Uhr: Reihe M, Platz 7

Der Geiger, Schlomo, ist wieder da, das Lied klingt ganz gut… Viel Gelegenheit bekommt er aber nicht zu spielen, denn schon steht die Blonde, Carmen, hinter ihm und preist einen selbst geschriebenen Song zu seinem an. Dabei drucksen sie ganz schön rum und vervollständigen ihr Lied und seine Melodie weiter, 100% werden die auch noch ein Paar! Na, wer sagt’s denn, schon der erste Kuss. Aber an seiner Stelle würde ich jetzt mal aus der blinden Erstarrung erwachen, denn sein Rapperfreund wird ihn sonst gleich küssen… Glück gehabt…

20.46 Uhr: Technik auf der Empore

Bis gerade lief alles glatt! Lichter auf die richtigen Leute, Headsets machen mit und der Rest war auch gut… Jetzt noch Verfolger auf Philine und Nele, alias Ms Sherman und Ms Bell, die singen jetzt. Bzw. erst einmal streitet Ms Sherman sich mit Tyron und dessen „Schutzlehrerin“ Ms Bell über seine schlechten Noten, aber jetzt geht’s los. Ihr Duett klingt super, nicht mehr lang bis zur Pause…

21.00 Uhr: Ausschenker

Oh Man, so viel Ansturm! Alle ganz schön durstig, die Schauspieler empfangen schon ihre ersten Lobe und fast alle sehen sehr begeistert aus, Verwandte wie restliche Zuschauer!

21.17 Uhr: Reihe A, Platz 2

Gleich nach der Pause geht’s schon los mit Drogendealern, ja ja, die Carmen war mir von Anfang an suspekt. Aber gleich geht’s weiter, die Schauspieler müssen nun zeigen, was sie gelernt haben. Ihre Tanz-/Musik- und Theaterlehrer rennen herum und die Stimmung ist aufgeheizt, Carmen fehlt, kommt aber doch noch rechtzeitig… schon geht’s mit dem Auftritt Carmens und Joes los, „olé“ gefällt mir wirklich gut, tolle Stimmung im Saal!

21.28 Uhr: Reihe B, Platz 8

Wow, kann Serena schreien! Mir kam sie eher als braves Mädchen rüber, aber jetzt ist sie nicht wiederzuerkennen, sie schreit Nick nahezu von der Bühne. Sie hat aber auch Grund dazu, denn sie denkt zuerst, dass der einzige in den sie je verliebt war, schwul ist. Aber ist er nicht, was dann, fragt sie. Ein fehlender Sexualtrieb? Als Antwort will sie das wohl nicht akzeptieren… Scheint, als ob sie auf so ziemlich jeden sauer wäre. Ich bin sehr beeindruckt von der fesselnden Bühnenpräsenz.

21.39 Uhr: Band (Klavier)

Die Bühne sieht aus wie eine Sauna, und der Nebel riecht etwas streng. Ein Mädchen im Bademantel geht auf die Waage (Mabel) und bald breitet sich ein enttäuschter Ausdruck auf ihrem Gesicht aus. Ich muss an mich selbst denken, wie ich auf der Waage stehe. Was ich allerdings nicht oft mache, wäre danach doch ein Lied über mein Essverhalten zu singen… So gut, wie sie, könnte ich das wahrscheinlich nicht. Sie wäre gerne schlanker, wie so viele…

21.40 Uhr: Technik

Auch wenn die Tänzer der Meinung sind, am härtesten zu arbeiten: wir müssen da leider Einspruch erheben!

21.41 Uhr: Band (Klarinette)

Carmen hat gerade beschlossen, die Schule zu verlassen. Natürlich gibt das Streit mit ihrem Freund Schlomo – der hatte keine Ahnung von ihrem Vorhaben. Trennungen sind immer ein bisschen traurig, ich hätte fast eine Träne verdrückt. Aber nur fast.

21.53 Uhr: Band (Gitarre)

Die Klassenlehrerin, Ms Sherman, wird handgreiflich und schlägt ihren Schüler Tyron, der angeblich in einer Klausur betrogen hat. Es stellt sich die Frage, ob er überhaupt lesen kann. Er muss es aber eigentlich nicht können – er tanzt nunmal durchs Leben. Das singt er sogleich, mit dem gesamten Chor als Verstärkung. Ich glaube, die Lehrerin hat es nicht so gemeint. Immerhin entschuldigt sie sich bei ihm und bietet ihm sogar Nachhilfeunterricht an. Ihre Leidenschaft für das Unterrichten ist so groß, dass sie ihre Schüler wie Kinder empfindet! Solche Lehrer braucht die Welt:)  Nach dem Song: „These are my children“ brandet heftiger Applaus auf, den sich die Solistin auch wirklich verdient hat.

22.00 Uhr: Band (Schlagzeug)

Hier im Bandgraben kann man alles ganz genau beobachten. Wir haben alle ziemlich gelacht, als Joe vergeblich versucht, eine Szene aus Romeo und Julia mit Serena zu spielen. Es passt einfach nicht zu ihm. Zum Glück gibt es ja noch Nick, der die Rolle natürlich PERFEKT spielt! Auf die Frage, wie überzeugend die beiden das Liebespaar (und den Kuss) spielen, sind unsere Arme natürlich die ersten, die hoch gehen.

22.05 Uhr: Band (Posaune)

Iris und Tyron finden endlich wieder zueinander! Dank der großzügigen Unterstützung von Ms Sherman macht er Fortschritte im Lesen und liest Iris ein schönes Gedicht vor… wenn auch etwas stockend und eigentlich auch nicht schön, aber er liest. Aber natürlich sieht sie auch so, dass er es wert ist, mit ihm zusammen zu sein.

22.14 Uhr: Band (Trompete)

Carmen ist back in the house. Aber seien wir doch mal ehrlich: Die Drogen haben sie einfach kaputt gemacht. Sie behauptet zwar, sie hätte die beste Zeit ihres Lebens gehabt, aber… sie STIRBT einfach. Nicht nur ihren Freund Schlomo entsetzt das, das Schauspielerleben hat halt auch Schattenseiten.

22.20 Uhr: Band (Bass)

Serena und Nick kommen von einer Party zurück. Sie sind ein kleines bisschen angetrunken und singen ein Duett darüber, wie gern sie mittlerweile miteinander Liebesszenen spielen. So süß, schon ein bisschen das Traumpaar des Stückes.

22. 31 Uhr: Band (Saxophon)

Das Finale ist für uns alle immer etwas besonderes. Ein Punkt, an dem alles zusammenkommt und das ganze Ensemble noch einmal einen tollen Auftritt hinlegt. Das Finale! Sogar ein a capella-Teil, in dem wir zur Abwechslung mal nicht gebraucht werden, ist dabei. Trotz des langen Abends ist für das letzte Lied doch immer noch genug Energie übrig, Blick auf Herrn Hegge, 1, 2,3 und los…

Bis Nächstes Jahr, gleicher Ort, gleiche Zeit!

 Redaktion des Website-Teams