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Kreuzgang

Finnlandaustausch 2018

Vom 16. bis 21.04.18 nahmen wir, sieben Schülerinnen und Schüler aus dem Einführungsjahrgang der Oberstufe, an einem Austausch mit finnischen Schülerinnen und Schülern der Schule „Lyseon Lukio“ in Kotka teil. Der Austausch wurde von Herrn Olbrich geleitet.

Am Samstagabend ging es los. Zuerst fuhren wir 1 ½ Tage mit der Fähre nach Helsinki. Die Fahrt war sehr angenehm. Es gab eine Sauna und einen Whirlpool an Bord. Das Meer war sehr ruhig und die meiste Zeit konnten wir vergessen, dass wir uns auf einem Schiff befanden. In Helsinki angekommen, verbrachten wir den Nachmittag in der Stadt und besichtigten die Felsenkirche und den Hafenbereich. Danach ging es mit dem Bus weiter nach Kotka, wo wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen wurden. Abends aßen wir gemeinsam im Restaurant Amarillo.

Am nächsten Tag (Dienstag) wurden wir von der stellvertretenden Schulleiterin bei Kaffee und Kuchen begrüßt. Sie erzählte uns ein bisschen von ihrer Schule und erklärte uns das finnische Schulsystem. „Kotkan Lyseon Lukio“ ist mit einer deutschen Oberstufe zu vergleichen. Es hat die Besonderheit, dass auch Kurse wie „Klimawandel“, „Psychologie“ und „Gesundheit“ belegt werden können. Fünfmal im Jahr können die Schülerinnen und Schüler neue Kurse wählen. Diese besuchen sie sechs Wochen lang und in der letzten Woche schreiben sie zu jedem Kurs eine Klausur. Nach drei oder vier Jahren haben sie genug Kurse besucht, um ihren Abschluss zu bekommen. Diesen feiern sie ähnlich wie unsere Abiturienten, indem sie sich verkleiden und tanzen. Unsere Austauschpartner waren im ersten oder zweiten Jahr und lernten alle auch Deutsch.

Nach dem Gespräch mit der stellvertretenden Schulleiterin führte uns eine ältere Dame durch Kotka und zeigte uns Sehenswürdigkeiten wie die alte Kirche und einen der vielen Parks. Am Abend fuhren wir nach Luovi, wo wir in einer Holzhütte im Wald übernachteten. Hier hatten wir die Gelegenheit nach einem Besuch der über 100°C heißen Sauna Eisbaden zu gehen. Danach aßen wir gemeinsam und spielten Spiele am Kamin.

Am nächsten Tag schauten wir uns den Unterricht an. Die Schule war sehr sauber und modern, zum Beispiel gab es in jedem Klassenraum ein Smartboard, das auch von jeder Lehrkraft genutzt wurde. Im Gegensatz zum Katharineum müssen die Schülerinnen und Schüler allerdings jeder und jede einen Laptop besitzen und alle Schulbücher selbst bezahlen. Allgemein war der Unterricht für uns sehr fremd und das lag nicht nur an der Sprache: Alle Schülerinnen und Schüler durften während des Unterrichts ihre Handys und Laptops frei benutzen. Dadurch wurden diese aber oft für private Zwecke verwendet, was dazu führte, dass es kaum noch Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülern gab. Auch der Frontalunterricht trug dazu bei. Aber es schien die Lehrkräfte auch nicht zu stören, wenn jemand nicht aufmerksam war.

Nach der Schule hatten wir den Nachmittag frei und besichtigten das Vellamo Museum. Dieses ist ein sehr modernes Museum, vor allem die Architektur ist einzigartig: Es liegt am Hafen von Kotka und hat die Form einer Welle. Auch von innen ist das Museum sehr modern, zum Beispiel kann man mit einer Virtual-Reality Brille über eine Simulation des ursprünglichen Kotkas fliegen. Viele Ausstellungsstücke kann man nicht nur ansehen, sondern auch anfassen, hören oder riechen.

Am Donnerstag besuchten wir die Firma „Kotkan Mills“, die verschiedene Produkte aus Holz herstellt. Finnland ist zu 70% mit Wald bedeckt und in Kotka wird schon seit 200 Jahren dieses Holz verarbeitet. Die Firma legt dabei viel Wert auf ökologische Produktion und Recycling. Den Abend ließen wir zuerst mit Süßigkeiten in der Schule und später auf einem Berg beim Sonnenuntergang ausklingen.

Am Freitag fuhren wir mit den Finnen zurück nach Helsinki. Wir besuchten gemeinsam das „Kiasma“, ein Museum für moderne Kunst, und kauften Souvenirs und finnische Schokolade. Danach verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartnern und fuhren mit der Fähre zurück nach Lübeck. Die Rückfahrt war wieder sehr angenehm und ein besonderes Highlight war der Sonnenuntergang, den wir vom Deck aus beobachten konnten, und die Einfahrt in den Hafen von Travemünde. Wir danken der Carl-Arthur-Strait Stiftung für ihre Unterstützung bei diesem Austausch. Es war eine wunderschöne, erlebnisreiche Woche.

Theda Wegner, Lea Casjens, David Bruce Boye, Michel Kopp, Maxim Müller, Jonas Voigt und Luise Pohlmann (E-Jahrgang)