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Freipinkeln für alle!

Unter der Leitung von Herrn Albert und der Q2d, dem Kunstprofil des Abiturjahrgangs, wurde auch dieses Jahr wieder in langer Probenarbeit ein hervorragendes und buntes Musical auf die Beine gestellt: „Pinkelstadt“.

Der Name lässt rätseln und ist, wie Klein-Erna, eine der Hauptpersonen des Stückes, auch sagt, ein „furchtbarer Titel“, doch was verbirgt sich wirklich dahinter?

Klein-Erna und Wachtmeister Kloppstock, die neben ihrer Rolle als Erzähler in diesem Stück auch die eines kleinen armen Mädchens und eines Polizisten einnehmen, klären uns auf:

Es ist eine Geschichte in einer Welt, in der die Wasserressourcen knapp und die Leute arm geworden sind. Doch ein Mann hat es geschafft, reich zu sein, Werdmehr von Mehrwert, der Besitzer der GmbHarn & Klo KG. Er hat Steuern auf das Besuchen einer sogenannten Bedürfnisanstalt (kurz: Klo) gesetzt. In der Bedürfnisanstalt Nr. 9 arbeitet Frau Pfennichfux mit ihrem Gehilfen Jonny Stark.

Doch eben Jonnys Vater kann die drastisch hohen Steuern für sein Morgengeschäft nicht mehr bezahlen und pinkelt ,,wild“. Prompt wird er nach Pinkelstadt verfrachtet, einem Ort, um den sich viele Gerüchte ranken.

Kurz darauf trifft Jonny auf Freya, die nichtsahnende Tochter von Mehrwert, und die beiden verlieben sich. Sie rät ihm auf sein Herz zu hören und so beginnt Jonny eine Revolte gegen die Unterdrückung. Ihre Liebe hat aber leider keine große Zukunft, denn um seine Ziele durchsetzten zu  können, nimmt Jonny Freya gefangen und zwingt so deren Vater zur Verhandlunen in dessen Fabrik. Freya wird unterdessen von den mordlüstigen Aufständigen in einem Geheimversteck in der Kanalisation überwacht, um sie im Falle von Jonnys Tod ebenfalls aufknüpfen zu können.

Mehrwert hingegen ist skrupel- und gewissenlos, er geht das Risiko ein, seine Tochter zu verlieren und gibt den Polizisten Kloppstock und Wampe den Auftrag, Jonny nach ,,Pinkelstadt“ zu bringen. Dieses sagenumwobene Pinkelstadt ist aber nichts weiter als der Tod.

Klein-Erna überbringt den Aufständigen die traurige Nachricht, doch anstatt Freya nun auch zu töten, wird diese sogar ihre neue Anführerin und gemeinsam stürzen sie das Regime. Helfen tut ihnen dabei komischerweise auch Frau Pfennichfux, die, wie sich herausstellt, Freyas Mutter ist.

Alles scheint glücklich, aber schon nach kurzer Zeit sterben die Menschen an den Folgen der Dürre, selbst der Atlantik ist ausgetrocknet und auch Freya stirbt…

Ein fantastisches Musical, das zum Nachdenken anregt. Die Schauspieler und die Band unter der Leitung von Herrn Hegge und Konstantin Schiffner (Q2a) waren grandios, die Lieder, unter anderem ,,Jeder Strahl hat seinen Preis“ und ,,Ich hör nie mehr auf diesen Mann“, mitreißend und toll gesungen und das Bühnenbild mit der drehbaren Kulisse sowie die Kostüme waren hervorragend! Großen Beifall erntete die Hasenszene, in der pinke Häschen auf der Bühne ihren Allerwertesten zum Wackeln brachten, sowie das a-capella gesungene Gospel-Lied ,,Run, freedom, run“.

Ein großes Highlight war zudem die traditionell mit besonderen Einfällen versehene Dernière. Von plötzlichen Lichtblitzen über das Erscheinen eines eigentlich schon toten Jonny in einem ,,engelsgleichen“ Kostüm bis zum Ausziehen der Hose von Wachtmeister Kloppstock war eigentlich alles dabei.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!

Redaktion des Website-Teams