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Offizielle Verabschiedung unseres Schulleiters Herrn Schmittinger im Scharbausaal

Nach einem turbulenten und vielfältigen Vormittag begann um 13 Uhr die offizielle Verabschiedung unseres Schulleiters Herrn Schmittinger im historischen Scharbausaal der Stadtbibliothek. Dieser war gefüllt mit Menschen, die ihn in seinem (Berufs-)leben begleitet hatten.

Das Neue Kantorat eröffnete den Festakt mit „Es ist verraten“ aus dem Spanischen Liederspiel von Robert Schumann unter der Leitung von Herrn Hegge. Danach begrüßte unser stellvertretender Schulleiter Herr Poetzsch-Heffter die zahlreich erschienenen Gäste, unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus der Landes- und Kommunalpolitik, Förderer der Schule, Vorgänger und ehemalige Kollegen Herrn Schmittingers, das aktuelle Lehrerkollegium sowie Familie und Freunde.

Oliver Claussen vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur nahm die offizielle Entlassung aus dem Amt vor und lobte die Diplomatie des scheidenden Schulleiters, die ihn zu einem wertvollen Ratgeber gemacht habe. Er zeichnete dessen Werdegang vom Studium der Physik, Mathematik und Theologie über die Forschungsarbeit im physikalischen Institut und die Ausbildung von Referendaren bis hin zum Amt des Sprechers der Schulleiter der Lübecker Gymnasien nach.

Danach präsentierte Constantin Schiffner aus der Q2a, sehr zur Freude von Herrn Schmittinger, die Sonate in C-Dur von Domenico Scarlatti am Flügel.  Daran anschließend verabschiedete sich der amtierende Lübecker Bürgermeister, Bernd Saxe, mit Anerkennung für die angenehme Diskussionskultur und die vielen erfolgreichen Baumaßnahmen, die Herr Schmittinger trotz der finanziellen Notlage der Hansestadt in Angriff genommen und zu einem für die ganze Schulgemeinschaft wertvollen Ende gebracht habe.

Oliver Schaefer, der Schulleiter der Oberschule zum Dom, dankte für die zahlreichen Zaubersprüche des „Albus Schmittinger Dumbledore“, dank derer man oft knifflige Situationen und zähe Konflikte zielführend gelöst habe. Anke und Rainer Frank sowie Michael Leberke berichteten dann sehr amüsant von den Vorbereitungen für die Israelfahrten, die man regelmäßig mit Schülergruppen unternommen hatte und bei denen Herr Schmittinger trotz seines Schulleiterpostens immer großen Einsatz gezeigt und auch komplexe Probleme (wie verschwundene Koffer an israelischen Flughäfen) humorvoll gelöst habe. Zur Erinnerung schenkten sie einen (akustisch sehr eindrucksvollen) Wecker in Form und Klang eines Minaretts.

Auch Henry Berndt und Sarah Fetscher als Vertreter der Schülerschaft bedankten sich für Herrn Schmittingers großes Engagement und sein immer offenes Ohr für die Anliegen seiner Schülerinnen und Schüler.

Anschließend sprach Herr Professor Dr. Holger Dahms im Namen der drei Fördervereine und überreichte eine eigens angefertigte Bronzeskulptur mit der Aufschrift „Amicissimo Katharinei“ sowie eine goldene Anstecknadel, die sofort gegen die sonst übliche silberne ausgetauscht wurde. Auch die Elternschaft, repräsentiert durch Professor Dr. Rainer Schönweiler, übergab ein besonderes Geschenk: Herrn Schmittingers liebste Figur im Deckenstuck des eigentlichen Scharbausaals, eine Brieftaube, hatten sie aus Holz nachgeschnitzt und authentisch koloriert. Schließlich bedankte sich noch Frau Arndt im Namen des Lehrerkollegiums für die Hingabe, mit der sich der Schulleiter allen Anliegen und Fragen nach „nur mal kurz einem Moment“ gewidmet habe und wünschte ihm für seine Zukunft weniger Momente und mehr tatsächliche Zeit.

Nachdem Jonas und Felicitas Klein (Q2a und Ea) an Flügel und Violine ihrem Schulleiter für dessen Unterstützung in musikalischer Form gedankt hatte, sprach der stellvertretende Schulleiter Herr Poetzsch-Heffter über Herrn Schmittingers Wirken am Katharineum. Nicht nur dessen manchmal an Selbstausbeutung grenzender Einsatz, sondern vor allem die Besonnenheit und Weitsicht im Umgang mit gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Herausforderungen seien überaus beeindruckend gewesen. Dies möglich gemacht habe nur das Zurückstecken der Familie Schmittinger und besonders seiner Frau zugunsten des Katharineums, wofür sich Herr Poetzsch-Heffter herzlich bedankte.

Am Ende kam Herr Schmittinger selber zu Wort und dankte allen, die ihn beruflich und privat unterstützt hatten und ohne die er sein Berufsleben nicht so erfüllt hätte gestalten können, allen voran seiner Familie. Im Zentrum seiner Rede stand deshalb der folgende Ausspruch Dietrich Bonhoeffers: „Man überschätzt wohl leicht das eigene Wirken und Tun in seiner Wichtigkeit gegenüber dem, was man nur durch andere geworden ist.“ Seien ihm bildungspolitische Absurditäten, Bürokratiewahn und finanzielle Engpässe begegnet, habe er dies nur dank der Hilfe der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft sowie der Fördervereine aushalten und zum Positiven wenden können. In diesem Sinne rief er dazu auf, die vier Kernbegriffe unseres Schulleitbildes weiterhin mit Leben zu füllen, sich zu engagieren und diesen Gemeinschaftsgeist beizubehalten.

Zu guter Letzt verabschiedete die Jazz-Combo unter der Leitung von Herrn Hampel Herrn Schmittinger mit „Yesterday“ von den Beatles und schloss den Festakt als würdige und von großer Wertschätzung geprägte Verabschiedung unseres langjährigen Schulleiters. Anschließend ließen die Gäste den Festakt bei einem Sektempfang im Refugium ausklingen.

Redaktion des Website-Teams