logo
Kirschbaum in Blüte
Slider
Kirschbaum in Blüte
Slider Orchester
Fassade im Herbst (Slider)
Kreuzgang

Quallen auf Toast

Mit gewisser Traurigkeit sah man sich das Lateintheater ,,Specus Trophonii“(auf deutsch: „Die Höhle des Trophonius“)/“Nemesis“ („Die Schicksalsgöttin“) an, denn es wird wohl das letzte gewesen sein, das Herr Leißring, Autor und Leiter dieser Stücke, vor seiner Pensionierung zu Papier und auf die Bühne gebracht hat. Doch wie jedes Jahr war es ein großer Erfolg:

In dem Doppelstück, einstudiert unter der Regie von Elisabeth, Saskia, Helena, Héloise, Martha und Nelly aus der 9a, ging es im Kern um zwei Töchter, die nach langer Geheimhaltung seitens ihrer Mutter endlich ihren Vater kennenlernen. Doch dieser hat Echopraxie, eine Krankheit, bei der man nicht mehr klar denken, sondern nur noch nachahmen kann.
Die Mädchen wollen ihren Vater mithilfe ihres Cousins, dessen Freund und einem ,,Sündenbock für alle Fälle“ von seinem grausamen Schicksal befreien und versuchen zur Höhle des Trophonius zu gelangen, um die Umstände der Vergiftung aufzudecken.
Doch ihr Onkel will, mit Hilfe von Piraten und Bestechung, seine Nichten an der Reise nach Griechenland, dem Sitz der Höhle, hindern.
Überraschenderweise haben nämlich dieser und ihre Mutter den Vater mithilfe der Priesterinnen des Trophonius vergiftet, da er ein schrecklicher Mann gewesen war. Das müssen die Töchter allerdings am eigenen Leib erfahren, da sie und die Priesterinnen es schaffen, ihren Vater wieder zu den wirklich Lebenden zurückzuholen. Doch prompt hat er seine ersten Befehle gebellt, beschließt die Familie, ihn wieder in den Schrank zu sperren, aus dem ihn seine Enkel dann, zwanzig Jahre später, wieder zu befreien versuchen.
Doch auch sie merken, dass ihr Großvater kein Mensch der netten Art ist.
Insgesamt war es eine zwar sehr lange Vorstellung, doch dank vieler humorvoller Elemente, wie beispielsweise zwei Jungen, die ihre Berufe von Ketchupverkostern bis Graureihern ständig veränderten, oder die alt gewordenen Piraten auf Verfolgungsjagd nach den ebenfalls alten Priesterinnen sowie lustigen Dialoge und einem Rezept für Quallen auf Toast, war das Stück trotzdem sehr unterhaltsam.
Der Chor aus den Lateinklassen der Orientierungsstufe, die Band sowie die Übersetzerinnen waren super. Vor allem aber die Schauspielerinnen und Schauspieler aus den Klassen 6 und 7 konnten in ihren Rollen überzeugen und waren sehr ausdrucksstark!

Wir danken Herrn Leißring für dieses letzte tolle Stück und hoffen, dass dies nicht das Ende der Lateintheater am Katharineum ist!

Redaktion des Website-Teams