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„Shalom Israel“ – Studienfahrt nach Israel 2019

Am 14.10. begann endlich die langersehnte Israelfahrt. Gemeinsam mit Schüler*innen des Leibniz Gymnasiums trafen wir, 14 Schüler*innen aus der 11. und 12. Klasse begleitet von Frau Müschen, uns in aller Frühe, um bereits am Abend in Jerusalem zu sein. Nach einigen Verspätungen bei den Flügen kamen wir etwas später in Jerusalem an, konnten es uns aber nicht nehmen lassen, schon einmal zur Klagemauer zu gehen und einfach das Gefühl von Jerusalem in uns aufzusaugen. 

In den nächsten Tagen, die wir in Jerusalem verbracht haben, konnten wir in eine ganz andere Welt eintauchen. Dabei wurde uns auch bewusst, dass in Jerusalem Religionen, Kulturen und politische Ansichten aufeinanderprallen. Während der Fahrt hatten wir die Möglichkeit, eine große Breite dieser Aspekte durch die zahlreichen Besichtigungen bedeutender Orte wie beispielsweise  des Ölbergs mitsamt der christlichen Stätten, der jüdischen und palästinensischen Viertel und des ultra-orthodoxen Viertels Mea Shearim zu erleben. Auch einem jüdischen Gottesdienst in der Har El Synagoge durften wir beiwohnen. 

Dazu haben wir zahlreiche Gespräche mit Referenten verschiedener Organisationen wie zum Beispiel „Parents circle“ oder der Ständigen Vertretung in Ramallah geführt, die uns geholfen haben, die Eindrücke wenigstens etwas einzuordnen. Aber bei den Gesprächen wurde auch deutlich, wie kompliziert der gesamte Konflikt ist und wie schwierig es ist, eine Lösung zu finden. Auch das Gespräch mit gleichaltrigen Schülerinnen von der Schmidt-Schule fanden wir sehr interessant, da wir auf diesem Wege auch die „jugendliche Sichtweise“ kennenlernen konnten.

Sehr beeindruckt und bewegt hat uns auch der Besuch der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. Dort haben wir zunächst an einem Workshop teilgenommen und danach wurden wir durch das Museum geführt. Im Anschluss hörten wir in einem sehr beeindruckenden Gespräch die Geschichte einer Holocaust-Überlebenden. 

Nach den schönen Tagen in Jerusalem ging es für uns weiter in den Süden. Während der Fahrt zeigte sich uns die vielfältige Natur Israels mit Wüsten und dem Toten Meer, in dem wir sogar baden konnten. Als wir am Ende des Tages die Negev Camel Ranch erreichten, hatten wir noch die Möglichkeit zu einem ganz besonderen Erlebnis: ein Kamelritt durch die Wüste. 

Bevor wir dann am nächsten Tag die Hafenstadt Haifa erreichten, bestiegen wir zum Sonnenaufgang noch den Masada und besuchten christliche Stätten rund um den See Genezareth. Haifa und Akko boten uns mit den Bahai-Gärten, der Kreuzritteranlage und ihrer Lage am Mittelmeer noch einmal einen ganz anderes Flair. 

Wir erhielten außerdem einen Einblick in das Friedensprojekt „Givat Haviva“, das uns auch noch einmal die Auswirkungen der „Green Line“ vor Augen führte. 

In Tel Aviv konnten wir schließlich den westlichen und modernen Teil Israels erleben. Dort haben wir zum Beispiel das ARD-Studio und die deutsche Auslandshandelskammer besucht und wir haben Gespräche mit dem Journalisten Gil Yaron und einem Referenten einer politischen Stiftung geführt. Am Tag unser Abreise haben wir noch Jaffa, einen altmodischen Vorort von Tel Aviv, gemeinsam mit Frau Föderl-Schmidt von der Süddeutschen Zeitung besichtigt. 

Diese Reise hat für uns alle eine unglaublich große Bereicherung dargestellt. Wir konnten nicht nur unser Wissen und Verständnis für den Israel-Palästina-Konflikt erweitern, sondern Israel auch unter verschiedenen Aspekten von Geschichte bis zur aktuellen Politik erleben. Aber besonders interessant war es, zu erleben, wie die Menschen ihr Leben in einer solchen Region wie Israel gestalten.

Vielen, vielen Dank an alle Unterstützer des Projektes und an Frau Müschen, die es uns ermöglicht haben, solche außergewöhnlichen Erfahrungen zu sammeln!