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Fassade im Herbst (Slider)
Kreuzgang

Studienfahrt nach Israel

Vom 2. bis zum 12. Oktober waren wir, zehn Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe, gemeinsam mit unserem Schulleiter Herrn Schmittinger und Gruppen von zwei anderen Lübecker Schulen auf Studienfahrt in Israel.

In den ersten Tagen tauchten wir in Jerusalem in eine uns völlig fremde Welt ein: Orthodoxe Juden mit Schläfenlocken überqueren den orientalischen Markt, israelische Soldaten kontrollieren junge Palästinenser, christliche Stätten an und auf dem Ölberg stehen direkt neben Synagogen und Moscheen, politische Ansichten zum Israel-Palästina-Konflikt prallen aufeinander…

Um diese politischen und kulturellen Gegensätze wenigstens etwas einordnen zu können, waren die Gespräche mit Referenten politischer Stiftungen und Vertretern friedensuchender zivilgesellschaftlicher Initiativen wie „Parent’s Circle“ sehr hilfreich.

Ebenfalls sehr spannend fanden wir den direkten Kontakt mit Gleichaltrigen, beispielsweise im Shalom-Hartmann-Institut, einer liberalen jüdischen Schule oder in der Schmidt-Schule mit jungen Palästinenserinnen. Doch auch abseits des offiziellen Programms ergaben sich Gespräche mit der größtenteils uns Deutschen gegenüber sehr aufgeschlossenen Bevölkerung.

Mit am nachhaltigsten beeindruckt hat uns die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, die wir einmal im Rahmen eines Workshops und einmal bei einer Führung durch die Ausstellung besuchten und die unser Verständnis für zuvor nicht nachvollziehbare israelisch-jüdische Einstellungen zur Innen- und vor allem Außenpolitik Israels geweckt hat.

 

Auf den folgenden Stationen unserer Reise erlebten wir in der judäischen Wüste und am Toten Meer die eindrucksvolle israelische Natur, besichtigten christliche Stätten am See Genezareth und bekamen einen Einblick in das Friedensprojekt „Givat Haviva“.Von der Oase Ein Gedi aus bestiegen wir vor Sonnenaufgang die ehemalige Römerfestung Massada. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns auch das Gespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Schlomo Samson im Kibbuz Schluchoth.

In Tel Aviv schließlich zeigte sich Israel von seiner westlichen und modernen Seite. Dort besuchten wir neben der deutschen Botschaft als Pendant zum Gespräch mit einer Mitarbeiterin aus der ständigen Vertretung in Ramallah (im besetzten Westjordanland) auch das ARD-Studio in Tel Aviv und die deutsch-israelische Industrie- und Handelskammer. Auch durften wir am Sabbath (also Samstag) den Gottesdienst in einer Synagoge mitfeiern und besichtigten vor dem Abflug noch Jaffa, die alte arabisch geprägte Vorstadt Tel Avivs.

Israel unter den Aspekten Politik, Kultur, Religion und Geschichte und so viele Facetten des Israel-Palästina-Konflikts kennengelernt zu haben, hat uns nicht nur um neues Wissen und Erkenntnisse, sondern auch um persönliche Begegnungen und Freundschaften bereichert.  Wir sind sehr dankbar für diese intensiven, vielseitigen und besonderen zehn Tage!

Herzlichen Dank an alle Förderer, die uns diese außergewöhnliche Reise ermöglicht haben!

 

Redaktion des Website-Teams