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Schulgeschichte

Eine durchgehende „Geschichte des Katharineums“ gibt es bislang nicht. Die meiste Zeit seines Bestehens war es ein Kloster bzw. eine Bildungsanstalt, in der Mönche, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler ihrer Arbeit nachgingen, ohne dass es einen Anlass gegeben hätte, die Alltäglichkeiten für die Nachwelt festzuhalten. Nur gelegentlich zog ein Ereignis oder eine Person die Aufmerksamkeit der Chronisten auf sich. Solche Momente verdichteten Interesses an unserem Haus sind hier zusammengestellt.

Als Namensgeberin des Klosters und später der Schule sowie als Begründerin unseres Schullogos diente die  Heilige Katharina.

Im Laufe der Zeit besuchten das Katharineum viele später bekannte Schülerinnen und Schüler

Wer noch mehr und Genaueres wissen will, findet hier ein Literaturverzeichnis zum Katharineum zum Download als PDF.

1209 gründet der Heilige Franziskus nach einem Bekehrungserlebnis den Franziskanerorden, der sich als Bettelorden für Arme und Schwache einsetzt.

1. Mai 1960
1209 gründet der Heilige Franziskus nach einem Bekehrungserlebnis den Franziskanerorden, der sich als Bettelorden für Arme und Schwache einsetzt.

Der Heilige Franziskus wird 1182 in Assisi als Sohn eines reichen Tuchhändlers geboren und auf den Namen Giovanni getauft. Er genießt das luxuriöse Leben der Oberschicht und träumt vom Ruhm eines erfolgreichen Ritters. Auf einem Feldzug gerät er in Gefangenschaft und wird erst nach einem Jahr wieder freigekauft. Erneut beteiligt er sich an einem Kriegsabenteuer, beschließt aber nach einer Vision, sein Leben in den Dienst Gottes zu stellen. Um den Wiederaufbau einer Kirche zu finanzieren, verkauft er Stoffballen aus der Firma seines Vaters. Von diesem zur Rede gestellt sagt sich der 25jährige öffentlich von seiner Familie und seinem Erbe los. Als Einsiedler, der zerfallene Kirchen renoviert, Leprakranke pflegt und sogar Tiere in seine Nächstenliebe einschließt, wird er zunächst verspottet. Doch beeindruckt die Selbstlosigkeit und die Konsequenz seines Lebensstils immer mehr Menschen und allmählich bildet sich um ihn eine feste Anhängerschaft. 1209 gibt Franz dieser Gemeinschaft eine Ordensregel, die zu Besitzlosigkeit, Demut und Gewaltverzicht verpflichtet. Diese „Fratres Minores“, die „Minderen Brüder“, deren Lebensform sich demonstrativ vom Materialismus des Adels und der neuen Geldaristokratie in den Städten abhebt, wird einer der erfolgreichsten Orden der Zeit. Er expandiert rasch über ganz Europa und übernimmt in zahllosen Städten die Armen- und Krankenpflege. Franziskus selbst reist ins Heilige Land. Angewidert von den dortigen Kriegsgreueln predigt er den Kreuzfahrern – vergeblich – Gewaltlosigkeit. Auch der Versuch, einen dortigen Sultan zu bekehren, bleibt erfolglos. Als Franz nach Assisi zurückkehrt, kommt es zu Konflikten mit seinem Orden. Das strikte Armutsgebot scheint vielen für eine Großorganisation nicht praktikabel, auch wollen sie neben dem Sozialdienst einen Schwerpunkt auf Predigt und Theologie setzen. Franziskus legt die Ordensleitung nieder und verfasst eine neue Regel, die das Leben der Brüder im Rahmen der realen Gesellschaft ermöglichen soll. Papst Honorius bestätigte diese neue Regel. Der Ordensgründer hingegen zieht sich zur Meditation in die Einsamkeit zurück. Ein Fresko in der Katharinenkirche zeigt, wie er am Berg La Verna stigmatisiert, also mit den Wundmalen Christi gezeichnet wird. 1226 stirbt er blind und schwerkrank mit 44 Jahren. Schon 2 Jahre später wird er heilig gesprochen.

1225 beginnen die Franziskaner, ein Kloster und eine Kirche zu errichten.

3. Januar 1965
1225 beginnen die Franziskaner, ein Kloster und eine Kirche zu errichten.

Seit 1221 missionieren Franziskaner in Deutschland. In Lübeck treten sie zuerst 1224/1225 auf. Sie betreiben ein Leprosenhaus (Siechenhaus für Leprakranke) vor dem Burgtor. Wohl zum Dank für diese Tätigkeit erlaubt der Senat ihnen den Bau eines Klosters im Stadtinneren und stellt ihnen ein Grundstück zur Verfügung. 1225 wird mit dem Bau begonnen. Der Aufbau dessen entspricht, wie der vieler anderer, dem des Benediktiner-Klosters auf dem Monte Cassino: Im Norden steht die Kirche, daran schließt die Klausur an, daran der profane, öffentlich zugängliche Teil des Klosters. Die Grenze markiert heute der schmale Gang, der parallel zum eigentlichen Kreuzgang verläuft. Heute sind vom ursprünglichen Bau nur noch einige Restelemente zu finden: der Unterchor der Katharinenkirche und die spätromanischen Säulen am heutigen „Grünen Tisch“. Als Namenspatronin wählen die Franziskaner die Heilige Katharina, an deren Namenstag, dem 25. November, auch die Grundsteinlegung des Klosters erfolgt war.

1277 führt Streit um eine Beerdigung zu langen Konflikten zwischen Kloster und Stadt.

2. Juni 1967
1277 führt Streit um eine Beerdigung zu langen Konflikten zwischen Kloster und Stadt.

Im Juli 1277 stirbt eine Bürgerin, die verfügt hatte, von den Franziskanern in St. Katharinen bestattet zu werden. Doch die Vikare ihrer Kirchengemeinde bringen sie in die „zuständige“ Marienkirche und bereiten dort die Beerdigung vor. Da entführen Angehörige und Freunde, darunter auch mehrere Ratsherren, den Leichnam nach St. Katharinen. Der Rat unterstützt den Gewaltakt und versucht, die Pfarrstelle in St. Marien mit einem Mann seines Vertrauens neu zu besetzen. Dekan und Probst reagieren mit Exkommunikationen, die Kloster-Orden solidarisieren sich mit dem Rat, die Bürger liefern ihren Zehnten jetzt bei diesen ab, Kleriker werden auf den Straßen angegriffen. Darauf untersagt Bischof Burkhard Franziskanern und Dominikanern das Predigen und die Abnahme der Beichte. Orden wie Bürger ignorieren das Interdikt, der Bischof verbietet die Abhaltung von Gottesdiensten und anderen Amtshandlungen in der gesamten Stadt. Erst nach einem mehrjährigen Schiedsverfahren in Rom kehrt wieder Ruhe ein. Den Orden wird ihr Recht auf Begräbnisse und andere Privilegien bestätigt, der Rat nimmt die antiklerikalen Beschlüsse zurück.

Ab dem 14. Jahrhundert werden wichtige Ereignisse in Chroniken festgehalten.

10. Januar 1970

Angehörige des Franziskanerordens treten vom 14. Jahrhundert an als Geschichtsschreiber hervor: Ein unbekannter Minorit verfasst die „Annales Lubicenses“, eine mit der Kaiser- und Papstgeschichte verzahnte Chronik der Jahre 1264-1324 . Der langjährige Lesemeister des Katharinenklosters, Detmar, erhält 1385 den Auftrag, die offizielle Stadtchronik fortzusetzten. Er erweitert diese Arbeit später zu einer lübeckischen Weltchronik, die vom Jahr 1105 an städtische Ereignisse und solche des Hansebundes in die allgemeine Weltgeschichte einarbeitet, stets unter dem theologischen Gesichtspunkt, wie das Widerspiel von Gut und Böse alles Sein bestimmt. Brüder des Klosters setzen diese Arbeit später für die Jahre 1395-1413 fort. In der Reformationszeit legen auch Hermann Bonnus und Reimar Kock solche Chroniken vor.

1350 wird aufgrund eines Pestausbruchs genug gespendet, um den Neubau des Klosters zu beenden. Angeblich sind dabei übersinnliche Kräfte im Spiel… Die zugehörige Bauinschrift ist heute noch zu sehen.

3. Mai 1973
1350 wird aufgrund eines Pestausbruchs genug gespendet, um den Neubau des Klosters zu beenden. Angeblich sind dabei übersinnliche Kräfte im Spiel… Die zugehörige Bauinschrift ist heute noch zu sehen.

Der Bau von St. Katharinen geht langsam voran. 1305 wird der (damals hochmoderne) gotische Chor errichtet und die Kirche dadurch nach Osten erweitert, am 23. Juli 1335 weiht Bischof Hinrich Bockholt das Langhaus der Kirche. Daran erinnert eine Gedenktafel an der Westfassade. Auf Grund fehlender Finanzen gerät der Ausbau, der später bis zu 25 Altäre verschiedener Zünfte und Bürgervereinigungen beherbergen und so zum Versammlungsraum werden wird,  ins Stocken. Doch das entscheidende Jahr soll 1350 werden: In Lübeck wütet die Pest. Lübecker Bürger spenden große Summen, werfen sie der Legende nach in Beuteln über die Klostermauern, damit die Mönche für die noch Lebenden Fürbitte einlegten oder durch das Lesen von Messen die Verstorbenen vor dem Fegefeuer bewahrten. Aus diesen Mitteln kann der Neubau des Klosters weiter- und zu Ende geführt werden. Unter anderem wird der Kreuzgang gebaut. An die Ereignisse erinnert eine Bauinschrift, die heute im westlichen Umgang vor dem Klassenraum 012 angebracht ist: M cum L ter C fuerant anni tibi, Criste, Dum plus quam mediam ferit hanc epydimia terram. Adde ter I, claustrum novum versum fit ad austrum. Ac libraria pressa stat ista via. Hiis, quos mors stravit, deus hoc claustrum reparavit. Demptis corporibus sit bene spiritibus. 1000 plus 50 dreimal 100 Jahre waren dir, Christus, abgelaufen, als eine Epidemie mehr als zur Hälfte dieses Land tötete. Füge dreimal eins hinzu, ein neues Kloster entsteht nach Süden gelegen. Und eine Bücherei steht dicht an diesem Weg da. Durch die, die der Tod niederstreckte, hat Gott dieses Kloster neu hergerichtet. Nachdem ihnen die Körper genommen sind, möge es ihren Geistern wohl sein. Als Architekt des neuen Klosters gilt der Guardian (=Abt) des Klosters, Bruder Emeke. Über ihn erzählt man sich folgende Sage: „Einer, namens Emeke, baute das Kloster in drei Jahren wieder auf; von dem wird gemutmaßt, dass er den Stein der Weisen gehabt. Der Stein liegt dort noch verborgen, und von Zeit zu Zeit kommen Leute aus fernen Landen, namentlich Welsche, und sehen an gewissen Zeichen, ob er sicher liegt. Er soll aber in dem Pfeiler stecken, wo der Evangelist Lukas das Bild des Heilandes malt; andere sagen, an der Stelle, wo der Jude sitzt und das Gewölbe trägt. An jenem Pfeiler hat ein Werkmeister einmal nachgegraben und in den Pfeiler hineingehauen, aber da hat die ganze Kirche gezittert und gebebt, und er hat’s aufgeben müssen.“ (Ernst Deecke, Lübische Geschichten und Sagen, 1851)

1365 findet im Kloster ein internationaler Konvent der Franziskaner statt.

8. Januar 1976
1365 findet im Kloster ein internationaler Konvent der Franziskaner statt.

Zu Pfingsten 1356 findet in dem erneuerten Kloster ein feierlicher Ordenskonvent der Franziskaner aus dem nordeuropäisch-skandinavischen Raum statt. Aus diesem Anlass wird das Gestühl im Hochchor mit Darstellungen von Vertretern des Ordens geschmückt. Im damaligen Versammlungssaal (dem „Kapitelsaal“ oder „Remter“) befindet sich heute einer der Chemieräume. Das ursprüngliche Portal des Remters war im Zuge des Neubaus zugemauert worden und wird in den 1370er Jahren wieder freigelegt.

1531 sorgt der Reformator Bugenhagen für die Gründung der Lateinschule.

30. Januar 1979
1531 sorgt der Reformator Bugenhagen für die Gründung der Lateinschule.

1530 wird im Rat der Stadt der Antrag gestellt, eine neue städtische Lateinschule zu gründen. Es gab bereits solche höheren Schulen, eine am Dom, die in erster Linie dazu dienten, den geistlichen Nachwuchs auszubilden, und für die Kinder des Bürgertums – ebenfalls am Dom – eine schola exterior und eine weitere solche an St. Jacobi, die aber beide dem kirchlichen scholasticus unterstanden. Als rein städtische Schulen dagegen gab es Anfang des 14. Jahrhunderts an den Kirchspielen St. Marien, St. Petri, St. Ägidien und St. Klemens je eine der „dudeschen Scryfscolen“, die sich freilich auf Elementarunterricht beschränkten. Im Zuge der Reformation nahmen die Bürger auch die höhere Bildung selbst in die Hand: „Vor de ioget möte wy hebben eine gude Schole, dar der borger kindere beter ynne geleret werden wen bet to her.“ (Erster Satz der Kirchenordnung von 1531) Das Emanzipationsstreben des aufsteigenden Standes zeigt sich hier ebenso wie der zunehmende Bedarf an gebildeten Funktionsträgern in einer sich differenzierenden Gesellschaft. Der Rat schickt eine Delegation nach Wittenberg. Luther selbst war unabkömmlich und betraut deshalb Johannes Bugenhagen mit der Aufgabe, der Stadt eine neue Kirchen- und Schulordnung zu geben. Bugenhagen hatte dies bereits in und für Braunschweig und Hamburg getan. Als Ort für die neue Schule wird das Katharinenkloster ausgewählt: Es liegt zentral und bietet viel Platz für die 5 Klassen, verschiedene Funktionsräume und die Wohnungen der „Scholegesellen“ (Rector, Subrector, Cantor und 4 Pedagogi). Unterrichtsräume, Lehrerwohnungen und eine Bücherei werden eingerichtet. Finanziert wird die Schule aus Mitteln des Klosters, Zuschüssen der Kirche und der Stadt, dem Schulgeld (2 bis 4 Schilling) und den Einnahmen der Sängerschule: 1462 hatten Bürger eine ewige Messe gestiftet, deren Erträge u.a. in eine Sängerschule in der Hundestraße flossen. Diese war 1528 dem Katharineum angegliedert worden, die Schule übernimmt die Verpflichtung zum Chorgesang in den Kirchen und kann über die dadurch einkommenden Gelder verfügen. Schon im März 1531 nahm das Gymnasium unter seinem ersten Schulleiter Hermann Bonnus die Arbeit auf: In den 5 Klassen wird vor allem Latein als die damalige internationale Wissenschafts- und Verwaltungssprache unterrichtet, von den grammatischen Grundelementen bis zum Verfassen lateinischer Gedichte und der Aufführung altrömischer Komödien. Auch die Anfänge des Griechischen, der Sprache des Neuen Testaments, werden unterrichtet. Vom Hebräischen werden nur Buchstabenkenntnisse verlangt, ferner Grundkenntnisse im Rechnen. Der Sonnabend ist dem Religionsunterricht gewidmet. Täglich mehrmals werden gemeinsame Gottesdienste abgehalten und der Chorgesang geübt. Neben dem Schulunterricht unterhält das reformierte Katharineum auch ein sogenanntes

1542 löst sich der Klosterbetrieb endgültig auf.

14. April 1980

Der Klosterbetrieb der Franziskaner besteht zunächst weiter, erst 1542 verlässt Gerhard von Utrecht als letzter Bruder das Katharineum. 1573 wird ein Teil des ehemaligen Dormitoriums (Schlafsaals) zum Tagungsort des Konsistoriums, also des Kirchengerichtes, umfunktioniert.

1590 wird ein Lehrer unter ungeklärten Umständen ermordet.

12. Januar 1983

Spektakulär ist das erste Ereignis, das die Chronisten nach der Umwidmung des Klosters zum Gymnasium vermelden: 1590 wird der Lehrer Nikolaus Jungius, Vater des später berühmten Naturwissenschaftlers Joachim Jungius (siehe „Bekannte Schüler“), von einem geselligen Treffen mit Kollegen kommend, an der Tür seiner Amtswohnung neben dem Kreuzgang mit einem Stoßdegen niedergestochen. Jungius schreit auf, der Mörder stammelt: „O mein Gott, Herr Praezeptor, es galt ja gar nicht Euch!“ und entflieht. Der Fall wird nie aufgeklärt.

1616 wird die Stadtbibliothek aufgebaut.

13. Januar 1987
1616 wird die Stadtbibliothek aufgebaut.

Schon Bugenhagen hatte die Einrichtung einer städtischen Bibliothek geplant, aber erst ab 1616 wird das Projekt in Angriff genommen. Die Bücherbestände der vier Hauptkirchen werden zusammengeführt, später kommen die Bestände der Bibliotheken des Rates, der Katharinenkirche und der Lateinschule dazu. Die Bibliothek wird im ehemaligen und 1617-19 dafür ausgebauten Dormitorium des Klosters (heute Scharbausaal genannt) untergebracht. Der damalige Rektor des Katharineums, Johann Kirchmann, wird erster Bibliotheksleiter. Bis Anfang des 20sten Jahrhunderts werden es immer Lehrkräfte des Katharineums sein, die die Bibliothek nebenamtlich leiten.

1801 wird das Kantorat abgeschafft.

12. Juni 1992
1801 wird das Kantorat abgeschafft.

Direktor Behn beendet die seit der Schulgründung 1531 bestanden habende Pflicht der Schüler zum liturgischen Gesang in den Lübecker Kirchen, über den sich die Schule teilweise finanziert hatte. In diese Tradition reiht sich heute – vom Namen her – das Neue Kantorat ein.

Von 1806 bis 1813 wird das Katharineum unter französischer Besatzung zeitweise als Lazarett zweckentfremdet. Auch der Unterricht steht unter französichem Einfluss.

15. Januar 1995
Von 1806 bis 1813 wird das Katharineum unter französischer Besatzung zeitweise als Lazarett zweckentfremdet. Auch der Unterricht steht unter französichem Einfluss.

Von 1806 bis 1813 steht Lübeck unter napoleonischer Besatzung; das Katharineum, Kirche wie Schule, wird in ein Lazarett umgewandelt. Der dänische Architekt Lillie entwirft auch Pläne für einen Umbau des „Lycée“, die aus Geldmangel nicht realisiert werden. Der Unterricht muss anfangs in den Privatwohnungen der Lehrer stattfinden, bis es dem diplomatischen Geschick des Schulleiters Christian Julius Wilhelm Mosche gelingt, die Klassenräume wieder räumen zu lassen und die Lehrerwohnungen von Einquartierungen freizustellen. Als Lübeck 1810 dem französischen Kaiserreich formell einverleibt wird, geht auch die Schulaufsicht an die Besatzer und Franzosen reihen sich als Französischlehrer in das Kollegium ein. Mosche nimmt persönlich als Dolmetscher und als Vorbild seiner Schüler an den Stunden teil. Während Mosche um ein gütliches Auskommen mit den Besatzungsbehörden bemüht ist, treten zwei Mitglieder des Kollegiums, Heinrich Kunhardt und Friedrich Wilhelm Herrmann, als antifranzösische Agitatoren hervor. Herrmann, schon zuvor neben seiner Schultätigkeit ein vielseitiger Literat, publiziert verschiedene Aufrufe zur Befreiung. Als im März 1813 die Franzosen aus der Stadt abrücken, hält er die große öffentliche Ansprache an die zur Hanseatischen Legion abrückenden Freiwilligen, Kunhardt und Mosche dichten Abschiedsgesänge an die Kämpfer. Als die Franzosen noch einmal für einige Monate in die Hansestadt zurückkehren, muss Herrmann nach Mecklenburg ins Exil. Eine Inschriftentafel in einer Nische unter dem Chor von St. Katharinen (an der Wand zur Schule hin) ehrt Mosche und Herrmann. Nach dem Abzug der Franzosen wird die Kirche als Lagerhaus genutzt, der Hochchor beherbergt nun die Sammlung lübeckischer Altertümer.

1832 wird das erste Schulfest gefeiert.

20. Januar 1995

Auf Initiative des damaligen Direktors Johann Friedrich Jacob wird zur Förderung der Gemeinschaft zwischen Schülern und Lehrern ein erstes Schulfest gefeiert, dem bis 1965 noch viele weitere folgen sollten. Nach einer Wanderung in die Nähe von Schwartau wurde dort geturnt und getanzt. Später wurden die Schulfeste auf die Katharinenwiese nach Israelsdorf verlegt, wo an Gedenksteinen stets einmal der Gefallenen beider Weltkriege gedacht wurde. Sonstige Hauptereignisse sind der Primanerfünfkampf und das Fußballduell Lehrer gegen Schüler.

Im 19. Jahrhundert ändert sich das Schulsystem.

16. Januar 1997
Im 19. Jahrhundert ändert sich das Schulsystem.

Das 19. Jahrhundert bringt nicht nur gesellschaftlich, sondern auch am Katharineum viele Umbrüche und Wandlungen mit sich: 1801 wird neben der lateinischen Gelehrtenschule ein Realzweig eingeführt, dessen Fächer stärker auf die Bedürfnisse künftiger Handwerker und Kaufleute zugeschnitten sind. Neben dem altsprachlichen Unterricht werden Französisch und Englisch angeboten, auch Fächer wie Wirtschaft, Statistik und Zeitungskunde werden zeitweise gelehrt. Zunächst wird der humanistische und der „bürgerliche“ Unterricht in einer Art „Gesamtschulsystem“ in leistungsdifferenzierten Kursen ineinander verzahnt, bis sich das System mehrerer und dementsprechend zusammengesetzter Klassen pro Jahrgang durchsetzt. 1828 wird die mündliche und schriftliche Abschlussprüfung eingeführt, zunächst noch als freiwilliges Examen für Schüler, die ein Stipendium anstreben, bis das Abitur 1869 allgemeine Pflicht wird. Das Katharineum ist es, das zuerst 45-minütige Schulstunden einführt. Neben dem eigentlichen Schulunterricht gibt es schon früh im 19. Jahrhundert ein kulturell orientiertes Schulleben mit Theater- und Musikaufführungen, auch Schulfeste und ausgedehnte Studienfahrten der Primaner gehören zum festen Programm der Schule. In den Reihen des Kollegiums arbeiten zum Teil hoch renommierte Wissenschaftler wie die Altphilologen Johann Friedrich Jacob (der damalige Direktor des Katharineums) und Johannes Classen, die Historiker Ernst Deecke und Friedrich Wilhelm Mantels, der Astronom G. Sack oder der Künstler Carl Julius Milde. Letzterer richtete 1838 im Hochchor der Katharinenkirche gemeinsam mit Schülern eine erste Sammlung Lübecker Kunstaltertümer ein und gilt deshalb als der erste Denkmalpfleger Lübecks.

1882 wird der erste Primanerfünfkampf veranstaltet.

1. August 1999
1882 wird der erste Primanerfünfkampf veranstaltet.

Auf Initiative eines damaligen Sportlehrers, Carl Schramm (am Katharineum 1881-1889), findet nach dem Vorbild des antiken Penthathlons der erste Primanerfünfkampf statt, dem 1974 auch die Variante für Mädchen folgen sollte. Zu Beginn im Rahmen des Schulfestes ausgetragen, ist der Primanerfünfkampf heute der Höhepunkt des Leichathletischen Sportfestes und zählt zu unseren besonderen Traditionen.

Heinrich und Thomas Mann besuchen beide das Katharineum und verarbeiten diese Erfahrung später literarisch.

17. Januar 2001

Heinrich und Thomas Mann stammen aus einer der angesehensten Familien Lübecks. Der Vater führt in der 3. Generation einen Getreidegroßhandel und ist als Senator für die Finanzen der Stadt zuständig. Beide Söhne erhalten ihren ersten Unterricht auf dem privaten Progymnasium des Dr. Bussenius. Heinrich durchläuft diese Ausbildung problemlos und wird 1884 im 7. Schuljahr des altsprachlichen Zweiges des Katharineums eingeschult. Er ist ein recht guter Schüler, verlässt das Gymnasium aber nach der 12. Klasse, um eine Buchhändlerlehre zu beginnen, ein Kompromiss zwischen seinen literarischen Neigungen und dem Wunsch der Familie, dass er als Kaufmann die Nachfolge des Vaters antreten möge. Thomas, der vier Jahre Jüngere, muss bereits auf dem Progymnasium eine Klasse wiederholen. Er wird 1889 im Katharineum in die 8. Klasse des Realgymnasiums eingeschult. Er benötigt für die 3 Klassen der Mittelstufe 5 Jahre und geht 1894 – als 19jähriger – mit der Mittleren Reife ab. Die vielen Streichungen und Korrekturen im Abgangszeugnis zeigen, dass seine Lehrer auch darum noch heftig mit sich ringen mussten. Immerhin gründet Thomas Mann in dieser Zeit die erste Schülerzeitung Deutschlands, den Frühlingssturm, die allerdings über 3 Nummern nicht hinauskommt. Beide Manns verarbeiten ihre Schulerlebnisse später literarisch: Heinrich im Roman Professor Unrat, der Karikatur eines Schultyrannen mit anarchischen Zügen (verfilmt als „Der Blaue Engel“ 1930) und Thomas im Schlussteil der „Buddenbrooks“, der eindringlich die Leiden des jungen Hanno in und an seiner Schule schildert.

1931 feiert das Katharineum sein 400-jähriges Jubiläum.

1. Februar 2001
1931 feiert das Katharineum sein 400-jähriges Jubiläum.

Die Schulgemeinschaft begeht dieses runde Jubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen und der Herausgabe einer Festschrift.

Von 1933 bis 1945 steht das Katharineum unter dem Regime der Nationalsozialisten.

18. Januar 2002
Von 1933 bis 1945 steht das Katharineum unter dem Regime der Nationalsozialisten.

Wie auch an anderen Schulen beeilten sich die Nationalsozialisten, dem Katharineum gleich nach der Machtübernahme organisatorisch und in puncto Gesinnung ihren Stempel aufzuprägen. Ohne Formalien, geschweige einen offiziellen Abschied, wurde der langjährige und hochgeachtete Schulleiter Dr. Georg Rosenthal seines Amtes enthoben. Ein frisch zum Landesschulrat bestimmter Parteigenosse erschien, brachte einen neuen Direktor mit und erklärte Dr. Rosenthal, er könne nun gehen. Was dieser klaglos tat. Hans Blumenberg, der 1939 noch sein Abitur ablegen, aber als „Halbjude“ nicht mehr an der Verabschiedungsfeier seines Jahrgang teilnehmen durfte, erinnert sich: „Als nach den Osterferien 1933 die Gestalt des Direktors Rosenthal aus dem Leben der Schule verschwunden war – zunächst konnte oder mochte niemand auf die Frage antworten, aus welchem Recht und Grund – , gab es für den Quartaner die unbestimmte Wahrnehmung eines bedrohlichen Gewaltaktes, der an den Nerv der Schule gehen mußte. Man wird naiv finden, was ich als bewegende Frage des Schülers zu formulieren suche: Konnte es Derartiges an diesem Ort, in diesen Mauern, im Kraftfeld von Georg Rosenthal geben ? . . . Doch nicht schon die Wendung, sondern erst das Gefälle macht die Spürbarkeit des „Verfalls“. Die Erinnerung an Rosenthal, der stolz der Schmach den Rücken gekehrt hatte, wuchs im Maße dessen, was nach ihm kam, mit der Kümmerlichkeit der großen Worte und leeren Gesten, den hilflosen Machtansprüchen, dem wilden Herumfuhrwerken. Dieser „Verfall“ kam von oben, und es gehört zu den lebenslang zu verarbeitenden Erfahrungen dessen, der gerade noch vergleichen konnte, daß es auch die wirklich gab, die sich nicht mitziehen ließen, die etwas zu bewahren hatten. Rosenthals Schule überlebte den „Verfall“, weil es ihn gegeben hatte, weil die Zeit nicht ausreichte, seinen Standard vergessen zu machen.“ (An Georg Rosenthal erinnernd. Festschrift 1981). Ehemalige Schüler stifteten dem Andenken an Dr. Rosenthal eine Skulptur eine Nachbildung der antiken Plastik „Betender Knabe“, die heute im mittleren Treppenhaus angebracht ist. Im Klosterhof erinnert eine Gedenktafel an die Opfer des Nationalsozialismus. Zu diesen gehört die jüdische Schulsekretärin Minna Grünfeldt, die 1933 entlassen und 1941 zur Vernichtung in ein Konzentrationslager bei Riga deportiert wurde. Auch der ehemalige Schüler des Katharineums und Anarchist Erich Mühsam wurde im Konzentrationslager ermordet. 1942 zerstören am Palmsonntag Fliegerbomben Dach und Obergeschoss von Hauptgebäude und Aula. Notdächer ermöglichen die Weiterführung des Unterrichts. In der Katharinenkirche finden Gottesdienste statt; denn St. Marien und St. Petri liegen in Trümmern. Vom Herbst 1944 bis zum Kriegsende fungiert das Schulgebäude als Lazarett.

1945 beginnt in der unmittelbaren Nachkriegszeit ein improvisierter Schulbetrieb.

23. Januar 2003
1945 beginnt in der unmittelbaren Nachkriegszeit ein improvisierter Schulbetrieb.

Aufgrund der Zerstörung des Schulgebäudes am Palmsonntag 1942 findet für die Schüler des Katharineums Schichtunterricht in der Ernestinenschule statt, erst am 24.1.46 können sie in ihr eigenes Schulgebäude umziehen. Dort werden dann – wiederum im Schichtunterricht – die Schüler der Oberschule zum Dom mitbeherbergt. Heizmaterial ist so knapp, dass im kalten Winter 1947/48 von November bis März der Unterricht für Katharineum, Johanneum und Oberschule zum Dom im Schulgebäude des Johanneums – im bereits bekannten Schichtsystem – organisiert wird, um Heizkosten und -material zu sparen. Auch Nahrungsmittel sind rar, die von der britischen Besatzungsmacht veranstaltete Schulspeisung mit Suppe ist für viele die einzige warme Mahlzeit des Tages. 1949 reichen die Kapazitäten aus, das 1937 eingestellte 13. Schuljahr wieder einzuführen. Trotz dieser äußeren Widerstände gibt es ein lebendiges Schulleben: Lesegruppen der Schülerschaft beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit der nun zugänglichen Literatur und bereits damals ist der leichtathletische Wettstreit mit den anderern Lübecker Schulen ein Höhepunkt des Schuljahres. Auch am renovierten Schulgebäude verändert sich etwas: Die Nischen an der Westfassade der Katharinenkirche (zur Königsstraße hin) werden 1947 mit den schon in den 30er Jahren geschaffenen Figuren Ernst Barlachs bestückt. 1949 kommen auch Skulpturen von Gerhard Marcks hinzu. Nicht nur sie, sondern auch die Aufnahme der Kirche in die Reihe der Lübecker Museen ziehen heute die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich. Abgesehen davon wird „unsere“ Kirche für Konzerte, Andachten, die Abiturientenentlassung und auch gerne zur Veranschaulichung im Unterricht genutzt.

1949 erscheint die erste Ausgabe unserer Schulzeitung.

10. Juli 2004
1949 erscheint die erste Ausgabe unserer Schulzeitung.

Nachdem die von Thomas Mann gegründete Schulzeitung „Frühlingssturm“ es nicht über drei Ausgaben hinaus geschafft hatte, startete eine Gruppe von Schülern unter Anleitung des Studienrates C. Woeste einen neuen und weitaus erfolgreicheren Anlauf: Inzwischen hat die Redaktions-AG mehr als 130 Ausgaben der Schulzeitung herausgegeben.

1950 wird die Koedukation eingeführt.

30. Juli 2004

Dem gemeinsamen Unterricht von Jungen und Mädchen folgt 1952 auch die Einstellung der ersten weiblichen Lehrkräfte.

1952 wird die Kulturmark gegründet.

10. August 2004

Die Kulturmark gehört zu den Förderern unserer Schule und hat in den mehr als 50 Jahren ihres Bestehens unzählige Projekte, Fahrten und die Ausstattung der Schule finanziell gefördert.

1953 wird die Aula eingeweiht.

10. September 2004
1953 wird die Aula eingeweiht.

Die ursprünglich Ostern 1982 eröffnete und im Krieg zerstörte Aula ist vorerst wiederhergestellt. Die erste Theateraufführung „Mahomet“ begründet die neuere Theatertradition, die sich heute im Jungen Musical und im Musiktheater wiederfindet. Auch das Schulorchester weiht die neue Räumlichkeit mit einem Orchesterkonzert musikalisch ein.

1962 findet der erste Schüleraustausch mit der dänischen Stadt Apenrade statt.

10. Oktober 2004
1962 findet der erste Schüleraustausch mit der dänischen Stadt Apenrade statt.

Bis heute setzt die Volleyball-AG mit ihrem jährlichen Besuch des dortigen Turniers dieses Austauschprojekt fort. Auch das Brüsselpraktikum findet seit 1993 in Kooperation mit dem Deutschen Gymnasium Apenrade statt.

1974 findet der erste Schüleraustausch mit der französischen Stadt Nantes statt.

10. November 2004
1974 findet der erste Schüleraustausch mit der französischen Stadt Nantes statt.

Dank der Organisation der Fachschaft Französisch treffen bei diesem Austauschprojekt bis heute deutsche und französische Jugendliche aufeinander und verbessern nicht nur ihre Sprachkenntnisse, sondern erweitern auch ihren kulturellen Horizont und schließen internationale Freundschaften.

1975 feiert das Katharineum 750 Jahre Klostergründung.

10. Dezember 2004
1975 feiert das Katharineum 750 Jahre Klostergründung.

Das Katharineum feiert das Jubiläum von 750 Jahren seit der Gründung des Katharinenklosters 1225 durch Franziskanermönche. Aus diesem Anlass erscheint eine Sonderausgabe der Schulzeitung, finanziert durch die Stadt und die Schulgemeinschaft feiert gemeinsam mit dem Franziskanerkonvent Kiel. Es wird sich auch im Unterricht mit der Legende der Heiligen Katharina und der Biographie Franz von Assisis beschäftigt, was sich heute noch im Klosterprojekt für die Orientierungsstufe wiederfindet. Mit Mitteln der Dräger-Stiftung werden historische Bauteile im Kreuzgang frei-, der Boden dort tiefer- und dadurch mehrere Grabplatten freigelegt.

1980 wird das Katharineum um Gebäude in der Glockengießerstraße erweitert.

10. Januar 2005
1980 wird das Katharineum um Gebäude in der Glockengießerstraße erweitert.

Die Häuser Glockengießerstraße 4 und 6 waren seit dem 14. Jahrhundert als „Katharinenkonvent“ Wohnstift für Witwen genutzt worden. Nun sollen sie die Raumnot am Katharineum mindern. Heute befinden sich dort unter Anderem die Kunsträume, der Beratungs- und der Computerraum.

1981 findet die 450-Jahr-Feier des Gymnasiums statt.

10. Februar 2005
1981 findet die 450-Jahr-Feier des Gymnasiums statt.

Das 450-jährige Jubiläum unserer Schule wird mit einem Festakt im Stadttheater eröffnet und findet in vielen weiteren Veranstaltungen wie dem Jubiläumsschulfest, Theaterdarbietungen, einem Chorkonzert, einem Sportfest und einem ökumenischen Festgottesdienst seine Fortsetzung. Die Schülervertretung organisiert Diskussions- und Gesprächskreise, am „Tag der offenen Tür“ können Eltern den Unterricht besichtigen und eingebunden in all diese Feierlichkeiten ist zudem noch die Abiturientenentlassung. Am Aufsatzwettbewerb zum Thema „Wie wünsche ich mir das Katharineum im Jahre 2000?“ nehmen besonders aus der Orientierungsstufe viele Schülerinnen und Schüler teil. Die Schulzeitung führt in der Fußgängerzone und bei den Eltern der Lübecker Viertklässler anlässlich des Jubiläums Umfragen zur Außenwahrnehmung des Katharineums durch. Der Bund der Freunde gibt eine Festschrift heraus und und die Ehemaligen unserer „Patenschule“, des Marienstiftgymnasium in Stettin, stiften ein Glasfenster in der Aula, auf dem ein Porträt unseres „Schulgründers“ Johannes Bugenhagen abgebildet ist. Dank der Possehl- und der Drägerstiftung können räumliche Umgestaltungen vorgenommen werden, so zum Beispiel die Verlegung des Lehrerzimmers in den Zeichensaal von 1880. Im oberen Kreuzgang werden zahlreiche Schichten mittelalterlicher und späterer Dekorationsmalerei freigelegt.

1993 findet der erste Basar statt.

20. Februar 2005

Seitdem werden jährlich die Gewinne des Basars an wechselnde Projekte gespendet und er ist zu einer unserer besonderen Traditionen geworden.

1994 findet das erste Klosterfest statt.

10. März 2005

Das Klosterfest gehört zu den besonderen Traditionen unserer Schule: Hier trafen und treffen sich Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft zu Gespräch, Musik, Kultur und Kulinarischem.

2006 feiert das Katharineum sein 475-jähriges Bestehen.

10. Mai 2005
2006 feiert das Katharineum sein 475-jähriges Bestehen.

Das Jubiläum steht unter dem Motto „Vergangenes wahren, Gegenwart leben, Zukunft gestalten“ und wird über das Schuljahr hinweg mit vielen Veranstaltungen begangen: Den Auftakt der Feierlichkeiten bietet der Festakt am 19. März. Genau 475 Jahre vorher war durch das Inkraftreten der Bugenhagenschen Kirchenordnung für Lübeck das Katharinenkloster in das Katharineum umgewandelt worden. Mit Ehemaligen, Vertreterinnen und Vertretern der Fördervereine , Gästen aus Stadt und Politik, einem Vertreter des Franziskanerordens sowie weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft wird durch Vorträge dieser Anlass zelebriert und durch das Schulorchester und das Kantorat musikalisch umrahmt. Der ehemalige Speisesaal des Klosters wird nach aufwendigen Restaurationsarbeiten unter seinem ursprünglichen Namen „Refektorium“ wiedereröffnet. Die Bushaltestelle „Pfaffenstraße“ wird als ein Geschenk des Stadtverkehrs in „Katharineum“ umbenannt, ein Kunstkurs der Oberstufe darf einen Linienbus thematisch passend gestalten. In einer Kunstausstellung werden sowohl Werke ehemaliger Katharineerinnen und Katharineer und nun professioneller Künstlerinnen und Künstler als auch Werke aus der aktuellen Schülerschaft gezeigt. Im Juni begeht die Schule das Jubiläum mit einer Festwoche: Nicht nur eine Auftaktveranstaltung und Konzert des Schul- und des Schüler-Orchesters, sondern auch ein Gottesdienst finden statt. Außerdem wird von der Schülerschaft auf dem Kohlmarkt, musikalisch begleitet von der  Jazz-Combo, das Motto „Vergangenes wahren, Gegenwart leben, Zukunft gestalten“ mit Bannern und das Katharineumslogo aus Regenschirmen gebildet und per Hubschrauber aus der Luft aufgenommen.

2017 feiert das Katharineum 500 Jahre Reformation.

18. Juli 2008
2017 feiert das Katharineum 500 Jahre Reformation.

Das Jubiläum der Reformation, der unser Gymnasium seine Entstehung zu verdanken hat, wird mit einer Reihe von Veranstaltungen wie den Luther-Abenden begangen.