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Unterm Kirschbaum mit … Herrn Hegge

Mit diesem Interview startet unsere neue Lehrerinterview-Reihe mit dem Namen „Unterm Kirschbaum mit…“. Regelmäßig könnt ihr/ können Sie hier mehr über die Lehrkräfte erfahren, wenn sie uns unterm Kirschbaum das eine oder andere Geheimnis anvertrauen.

Wir beginnen mit Herrn Hegge:

Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie bereits als Lehrer und seit wann sind Sie am Katharineum tätig?

Ich habe am 7. Februar 1995 angefangen; da habe ich vor meiner ersten Klasse gestanden und das war damals eine 9. Klasse. Es war sehr aufregend, aber gleich von Anfang an sehr unterhaltsam. Das war ganz schön ;). Da war ich noch Referendar und habe zwei Jahre, bis Anfang 1997, in Norderstedt gearbeitet. Dann habe ich weiter in Norderstedt mit einer vollen Stelle gearbeitet. Am Katharineum bin ich jetzt seit dem 1. Februar 2005.

Warum haben Sie sich für die Fächer Geschichte und Musik entschieden?

Ich bin mit großer Unsicherheit ins Studium gegangen und habe auch erst Musik und Französisch studiert. Dann wurde mir klar, dass ich ja Lehrer werden würde und ich war sehr entsetzt. Ich habe die Ausbildung dann aber zu Ende gemacht, weil ich da schon weit genug war. Zur Ausbildung gehörten verschiedene Praktika. Während der Praktika habe ich festgestellt, dass das irgendwie ganz gut geht. Dann habe ich das Studium beendet und das Referendariat angefangen und als ich als Referendar so etwa vier Wochen im Schuldienst war, da hat mir mein Chef gesagt: „Herr Hegge, ich muss Ihnen mal was sagen: Lehrer, das können Sie. Das sollten Sie beruflich machen.“ Und dann habe ich mich dazu entschlossen, dabei zu bleiben. Geschichte habe ich studiert, weil ich feststellte, dass ich Französisch niemals so gut würde sprechen können wie ein Muttersprachler und dann fand ich das anmaßend, das unterrichten zu wollen. Dann habe ich mir das andere Fach meiner großen Leidenschaft ausgewählt und das war Geschichte. Und das habe ich auch nie bereut.

Habe Sie ein Lieblingslied? Welches?

Ich habe sehr viele Lieblingslieder. Und da muss ich jetzt ganz lange drüber nachdenken, um ein Ranking erstellen zu können. Es gibt „den Wanderer“ von Schmidt von Lübeck als Schubert-Vertonung, Mozart: die „Canzonetta“ aus „Don Giovanni“, Strauss: „Es ritten drei Reiter zum Dorf hinaus“. Es gibt auch sehr schöne Volkslieder: „Geh aus, mein Herz“, „Es führt über den Main“ oder … jetzt fällt mir gerade zu viel ein.

Welches Thema behandeln Sie am liebsten mit Ihren Schülern?

Am meisten Spaß machen mir die Themen, von denen ich feststelle, dass die meinen Schülern auch Spaß machen. Faszinieren tut mich Geschichte im Mittelalter, in der Renaissance und ganz besonders die Geschichte der Aufklärung und Entwicklung der bürgerlichen Rechte im 19. Jahrhundert und das frühe 20. Jahrhundert.

Welcher LehrerIn wäre der SängerIn in Ihrer selbstgegründeten Lehrerband und wie wäre die restliche Besetzung?

Also auf Platz 1 würden sich ständig Herr Albert und Herr Kempe drängeln; die würden abwechselnd da oben stehen. Ich würde Herrn Hampel natürlich an den Bass setzen und mit Herrn Schult würde ich vorher die Liedauswahl besprechen, denn der weiß alles.

Was ist das Lustigste, was Sie jemals mit Schülern erlebt haben?

Also ich habe noch nie mein Erleben danach sortiert … Doch, es haben sich in meinem Referendariat mal Schüler in einer Imbiss-Bude über mich unterhalten und es standen zwei Kollegen dabei. Die Schülerinnen wussten nicht, dass das zwei gute Freunde von mir sind und dann kam ich auch in diese Imbiss-Bude, während der Mittagspause, und dann wurde ich mit den Worten „Da kommt Herr Hegge, ich finde auch, er sieht aus wie ein Troll“ empfangen. Denn das hatten die Schülerinnen vorher gesagt. (lacht) Das war den Schülerinnen leider sehr peinlich. Ich erlebe viele nette Sachen, aber das fällt mir gerade so ein.

Wenn Sie in einer Woche ein neues Instrument lernen könnten, welches wäre das?

Ich möchte gerne in einer Woche drei neue Instrumente lernen, nämlich Saxophon, Trompete und Bass.

Welche Sprachen können Sie sprechen?

Also richtig sprechen kann ich Deutsch. Als weitere Fremdsprachen steht bei mir Französisch anerkannterweise auf Platz 1, Englisch geht so, Latein ein bisschen, Italienisch spreche ich sehr gerne, aber auch nur ein kleines bisschen, in Spanien kann ich mich verständlich machen und an Polnisch bin ich gescheitert.

Was war früher, als Kind, ihr Traumberuf?

Lange Zeit wollte ich Gärtner werden, dann wollte ich Landschaftsarchitekt werden und dann wollte ich, als ich in der Oberstufe war, Diplombiologe werden. Ich wollte Biologie studieren und das hatte ich mir eigentlich fest vorgenommen.

In welchem Orchester würden Sie gerne einmal spielen oder dirigieren?

Ich spiele sehr gerne Oboe, aber ich weiß, dass es für den Orchesterdienst gar nicht reicht. Ich glaube, ich wäre glücklich, ich dürfte irgendeine klassische oder irgendeine romantische Symphonie irgendwo nochmal mitspielen. Das würde mich glücklich machen. Beim Dirigieren, da bin ich jedem Ensemble dankbar, das mich erträgt, aber ich würde es schon gerne mal tun, das ist richtig.

Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis am Katharineum?

Ich habe immer wieder sehr viele schönste Erlebnisse und da kann ich nicht sagen, dass das eine noch schöner ist als das andere. Meistens sind es die Dinge, die nach langer Vorbereitung gelungen sind. Dazu gehören, das sind jetzt keine frommen Lippenbekenntnisse, wirklich gelungene Abiturklausuren, gelungene Klausuren, genauso wie gelungene Musical-Aufführungen oder Konzerte oder schöne Klassenfahrten. Das macht einen dann einfach so glücklich.

Vielen Dank!