logo
Slider_Pride
Slider 2
Slider 3
Slider Primanerfünfkampf

Griechisch

Griechisch: Griechenlands Blüte

Griechisch

Seit 1531 das Katharinenkloster in ein städtisches Gymnasium umgewandelt wurde, gehört Griechisch zum Lehrstoff des Katharineums. Den Reformatoren war es ein Anliegen, dass möglichst viele das Neue Testament in der Originalsprache lesen konnten. Spätere Zeiten konzentrierten sich stärker auf die nicht-christlichen Autoren der Antike. Sie galten ganzen Epochen als Vorbilder in Stil, Gedankenreichtum und philosophischer Haltung.

Heute wird Griechisch am Katharineum – neben Französisch – als 3. Fremdsprache ab Klasse 8 angeboten. Man lernt zunächst mit dem Lehrbuch »KAIROS« die Grundlagen der Sprache, liest dann einfache Texte wie den Bericht des Kapitäns Hanno über seine Afrikareise, Auszüge aus den Abenteuer- und Liebesromanen des Lukian oder des Longos, aus dem Neuen Testament und aus den Schriften der Historiker Herodot und Xenophon. In der Oberstufe werden unter anderem Homer und Platon gelesen und auch Tragödien von Sophokles oder Euripides im Original behandelt.

Warum lernt man Griechisch?

Im Griechischunterricht lernt man nicht nur die Sprache und Kultur eines (ungewöhnlich interessanten) Volkes des Altertums kennen, sondern erarbeitet sich auch ein Schlüsselwissen, das dabei hilft, sich in der Gegenwart zurechtzufinden:

Viele Wörter der internationalen Wissenschaftssprache gehen auf das Griechische zurück: Biologie, Paläontologie, Synthese, Atom („Das Unteilbare“), Oligarchie, Teleskop, Analyse, Hydrotherapie und so weiter. Wer Griechisch kann, versteht solche Wörter ohne Lexikon und kann sich bei Bedarf selbst neue Begriffe bilden. Moderne Neologismen sind beispielsweise „Ökologie“ oder „Katalysator“ („Auflöser“).

 

Griechisch WissenschaftsspracheDie Griechen der Antike haben aber nicht nur Begriffe geprägt, sondern haben auch die meisten Wissenschaften und Kunstformen unseres Kulturkreises begründet: Physik, Medizin, Philosophie, Geschichtsschreibung, Musik, Tragödie, Komödie und so weiter. Auch unsere religiösen Vorstellungen sind – von den Mythen der Urzeit bis zum Christentum – wesentlich von den Griechen ausgeformt worden. Wer Griechisch lernt,  erlangt demnach zu den Ausgangspunkten unserer Kulturgeschichte einen persönlichen unmittelbaren Zugang.

Griechische Dichter und Philosophen haben grundlegende Denkansätze entwickelt, die noch heute zur Diskussion herausfordern. Dies tun sie in der Regel an ganz einfachen Fragen, die an Alltagsbeobachtungen anknüpfen und fast ohne Voraussetzung zu verstehen sind. Es gibt deshalb kaum eine bessere Einführung in philosophisches Denken als die Auseinandersetzung mit diesen Texten. Griechisch erweitert nicht nur den Bildungshorizont, es gibt vor allem auch Anregungen und Maßstäbe für das eigene Denken und Urteilen. So ermöglicht der Griechischunterricht eine besonders gründliche und anspruchsvolle Allgemeinbildung, die auch in Bereichen unserer Gesellschaft hohes Ansehen genießt, die keine unmittelbaren Berührungspunkte mit dem Fach haben.

 

Epidaurus

Ist Griechisch schwierig zu lernen ?

Besondere ProblemeBesondere Vorteile
Man muss eine fremde Schrift lernen. Das geht aber in wenigen Tagen.Griechische Sätze, auch lange, sind meistens fast ohne "Konstruieren" (wie im Lateinischen) zu entschlüsseln, da das Griechische in seiner Sprachstruktur dem Deutschen stark ähnelt. Man kann sehr früh originale Texte lesen.
Man muss viele Formen lernen. Das geht nicht in wenigen Tagen. Das Formensystem ist aber sehr durchsichtig aus relativ wenigen Grundbausteinen zusammengesetztDie Aussprache des Griechischen bietet keine Schwierigkeiten.
Man muss Griechisch nicht aktiv sprechen. Der Unterricht findet auf Deutsch statt.

Griechischunterricht ist nicht allein Sprachunterricht. Er umfasst die Beschäftigung mit der gesamten Kunst und Kultur. Besuche von Ausstellungen und Theateraufführungen und gelegentlich auch eigene Theaterproduktionen ergänzen den Schulunterricht. Regelmäßig bieten wir jahrgangsübergreifend eine große Griechenlandfahrt an.

Am Ende des vierten Lernjahres erhält man – 5 Zensurenpunkte (= Note IV) vorausgesetzt – ohne weitere Prüfung das »Graecum«. Das wird in etlichen Studiengängen, je nach angestrebtem Abschluss, gefordert. Fächer, in denen Griechischkenntnisse nützlich bis unerlässlich sind, sind Altphilologie, Alte Geschichte, Archäologie, Ägyptologie, Theologie und Philosophie.

Lehrkräfte

Herr Goedecke (GOE)
Frau Saage (SAA, Fachobfrau)

Dokumente