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Wer um Baldur trauert, hebe die Hand … – Junges Musical 2018

Eine schwebende Todesgöttin, einen schreienden Loki, ein „trauerndes Publikum“ –  all das konnte man im diesjährigen Jungen Musical „Baldurs Traum“ erleben. Angelehnt an die germanische Mythologie, erzählt es die Geschichte des von Visionen heimgesuchten Gottes Baldurs, der den Frieden zwischen den Welten wahren muss. Da aber Krieg droht,  beschließen die Götter, unter der Leitung von Odin, einen Schwur zu Baldurs Schutz abzulegen. Durch Lokis (ein Bruder Baldurs und ebenfalls ein Sohn Odins) List, legt Hödur, der blinde Bruder Baldurs, keinen Schwur ab. Auf der Feier danach überredet Loki seinen Bruder Hödur, den durch den Schwur unverwundbar gewordenen Baldur ebenfalls zu töten. Unabsichtlich gelingt ihm dies tatsächlich und Baldur gelangt nach Helheim, dem Reich der Totengöttin Hela.

Der durch seine Tat erschütterte Hördur versucht mit der Todesgöttin zu verhandeln. Er sagt, dass alle in Asgard (der Götterwelt) um Baldur trauern und einen Krieg zwischen den Welten fürchten. Wenn er versichern könnte, dass wirklich jeder um Baldur trauert, würde dieser aus der Unterwelt zurückkehren. Da alle schweren Herzens sind, dürfte es kein Problem sein, dies zu beweisen. Doch einer trauert nicht: Loki. Von seinem Vater nur adoptiert und eigentlich ein Kind der verfeindeten Riesen, hat Odin seine anderen Kinder ihm vorgezogen. Der Gott der Täuschung und List will das nicht auf sich sitzen lassen und versucht nun mit allen Mitteln an die Macht zu kommen.

Die Vereinbarung ist also gebrochen und Baldur muss in Helheim bleiben. Ausgenommen der drei Götter, die sich bereit erklären seinen Platz einzunehmen. Hermedur, Hördur und Thor melden sich also freiwillig. Das ist der Beweis den Hela benötigt. Beeindruckt von der Bereitschaft seiner Brüder, entlässt sie schließlich alle aus dem Totenreich.

Es war ein wie jedes Jahr gelungenes Stück, das mit viel Witz, wie z.B dem Erzähler, der das Publikum durch das Stück begleitete oder auch kleinere Flirtereien zwischen Hermedur und Freya, das Interesse des Publikum weckte.

Besonders war auch der Tanz mit Lichterketten, der animierte Alptraum Baldurs und die in Rauch und Lichteffekt gehüllte Wahrsagerin. Zudem ging die Frage, ob jeder um Baldur trauert, auch an das Publikum, sodass man mit eingebunden wurde.

Sehr lustig war außerdem die Beratungsrunde der Zwerge, bevor sie den Schwur ablegten. Auch waren die Tänze toll choreographiert, aber leider waren die Stimmen des Chors oft leiser als die der Band. Diese spielte grandios die umgeschriebenen Songs von „Earth Band“ und „The Police“, baute sogar einen Synthesizer ein und war ebenso wie die Schauspieler mit Lust dabei!

Dank der tollen Arbeit des von Herrn Albert und Frau Steinbrenner unterstützen Regieteams war das Junge Musical dieses Jahr wieder ein großer Erfolg! Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder am Ende jeder Aufführung heißt: „Hier regiert der kleine Chor!“

Redaktion des Website-Team